Graffiti-Workshop für Senior*innen

                             Graffiti-Workshop für Senior*innen

Kunst verbindet!

In dem Projekt „Generation Mixtur“ wagten die Mitarbeiter*innen des Jugendladen Bornheim / Naxosatelier  und das Wohnstift GDA den Versuch eine Brücke zwischen Jung und Alt zu bauen und das in der direkten Nachbarschaft.

Zum einen war es ein zentrales Anliegen diesen besonderen Ort der NaxosHalle der direkt angrenzenden Nachbarschaft vorzustellen und näher zu bringen. Zum andern aber auch eine Einsicht in eine Subkultur zu ermöglichen, umso für diese Verständnis zu entwickeln und einen Zugang zu der gegenwärtigen Jugend zu schaffen.

Einer der ersten Schritte war zunächst die bestehenden Vorurteile und Berührungsängste zwischen den Generationen abzubauen und anschließend über die Kunst gemeinsam „Neues“ zu schaffen. Es geht hier vor allem um ein Miteinander der Generationen und nicht bloß um ein Nebeneinander.

Da wo verschiedene Generationen zusammenkommen, sich unterhalten und gemeinsam etwas unternehmen, entwickelt sich eine gemeinsame Erfahrung und ein gegenseitiges Verständnis. Wissen wird ausgetauscht und manchmal ganz nebenbei, lernen Generationen miteinander, übereinander und auch voneinander.

Der Besuch von Senioren*innen in einem Jugendtreff kann eine große Chance sein und dazu beitragen, dass unterschiedliche Generationen in neue Erfahrungsräume eintauchen.

Der Kunst des „Graffitis“ und die damit verbundene Annahme von vermeintlichen „Schmierereien“ bekommen nun eine Geschichte und Identität. Man lernt die Künstler*innen dahinter kennen und die Kunst selbst. Graffiti trägt seit Jahrzehnten zu unserem Stadtbild bei und damit zu der persönlichen Identifikation mit einem sozialen Raum.

Diesen galt es in diesem Projekt zu erforschen!

Artikel vom 31.07.2019 aus Ticker-Meldung GDA
Die Banksys der GDA

Graffitiworkshop lässt Bewohnerinnen und Bewohner mit Klischees brechen und neue Seiten an sich entdecken

Jede Woche treffen sich im Hinterhof der denkmalgeschützten Naxoshalle Jugendliche, um Graffiti zu sprayen. Nun gesellt sich auch ein Teil der Bewohnerschaft der GDA Frankfurt am Zoo dazu – und überquert hiermit nicht nur die Waldschmidtstraße, sondern auch die Grenze zwischen den Generationen und ihren doch sehr unterschiedlichen Ausdrucksformen.
In der Tat gaben einige der Teilnehmenden zu, Graffiti bisher eher als Geschmiere betrachtet zu haben. Trotzdem war das Interesse groß als ein Team des Naxosateliers den Graffitiworkshop vor einigen Wochen vorstellte. Ganze 14 Bewohnerinnen und Bewohner meldeten sich, um sich auf dieses ungewöhnliche Angebot einzulassen.
Über die Dauer von drei Wochen befasst sich die Gruppe mit Graffiti – es geht um ein alternatives Kunstverständnis, um das Brechen mit Vorurteilen und um das Eröffnen neuer Perspektiven. Spätestens als die Gruppe das erste Mal selbst mit der Dose an die Wand darf, wird eines schnell klar: Es benötigt viel Geschick und Übung, klare Linien zu ziehen – und es macht unheimlich viel Spaß.
Ab der zweiten Woche geht es statt an die Haus- an die Leinwand. So können die gesprayten Kunstwerke mit nach Hause genommen und den stolzen Enkeln vorgezeigt werden. Wer kann schon von sich behaupten, dass Oma und Opa Graffitikünstler sind?

Lea Brönner / Kulturreferat / GDA Frankfurt am Zoo